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Sonntag, 14. Januar 2018, 13:02

Busumbau zum Wohnbus. Frischling hat viele fragen! ;D

Moin,

Ich habe jetzt schon seit einigen Jahren den Wunsch einen Bus zu kaufen und diesen zum Wohnbus umzubauen. Er soll dann als Erstwohnsitz fungieren.
Ich habe mir jetzt in den letzten Tagen einige Gedanken gemacht und würde dazu ganz gerne mal die Meinung der Profis und Hobbybauer hören ;D

Einige Dinge sind schon ziemlich klar, andere noch nicht so.

Es soll auf jeden Fall ein Überlandbus werden. Nicht nur, weil diese gerade für längere Autobahnfahrten besser taugen, auch, weil man dort wunderbar in den Gepäckfächern Wassertanks, Elektronik ect. verstecken und verstauen kann.
Über ein genaues Modell habe ich mir gar nicht so Gedanken gemacht. Mein Plan ist eigentlich, immer mal wieder im Internet auf den verschiedenen Plattformen zu schauen. Irgendwann lässt sich da bestimmt ein Schnapper machen ;D Heute bin ich durch dieses Forum dann auf finn.no gestoßen, allerdings erscheinen mir die Preise dort doch extrem niedrig teilweise... Auch würde ich gerne mit alternativen Energien fahren, sprich CNG oder Rapsöl. Muss man dann schauen, inwieweit sich eine Umrüstung lohnen würde.

Bei der Aufteilung bin ich mir auch schon ziemlich im klaren. Der hintere teil, quasi ab der hinteren Einstiegstür wird der Wohn- und Schlafbereich mit großem Doppelbett welches auch als Sofa fungieren soll, Fernseher und Soundanlage wobei diese sich auch im ganzen Bus schalten lassen soll (Weitere Lautsprecher im vorderen Bereich). Von vorne nach hinten, Fahrerseite: Bad mit Dusche -> Küche inkl Gasherd und Kühlschrank -> Arbeitsplatz (Schreibtisch mit PC ect.). Beifahrerseite: Was gegenüber dem Bad geschehen soll weiß ich noch nicht genau. Gegenüber der Küche kommt der Essbereich hin der auch als zusätzlicher Schlafbereich fungiert.

Strom soll von Solarzellen auf dem Dach kommen, sowie sollen im Gepäckbereich die Batterien untergebracht werden. 1 Woche autarkes Leben wenn mal nicht die Sonne scheint, sollte schon möglich sein.

Dinge die ich zwar im Kopf habe, wo ich aber noch nicht sicher bin sind da z.B. :

Wasser: Meine Überlegung ist, 3 Tanks zu installieren. Einen für Trinkwasser, einen der übers Dach ablaufendes Regenwasser aufnimmt (vorher wird es grob gefiltert) welches dann zum Spülen, Duschen ect verwendet wird, einer für Abwasser.
Toilette: Ich Schwanke zwischen einer Komposttoilette und einer Toilette die das was da so reinfällt häckselt und in einen separaten Tank führt, der dann natürlich auch regelmäßig geleert werden muss. Die Vor- und Nachteile muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen...
Strom: Einerseits eben über Solar, auf der anderen Seite überlege ich evtl noch einen kleinen Windgenerator aufs Dach zu setzen, der dann Arbeitet wenn z.B. im Winter oder bei schlechtem Wetter die Sonne nicht genug Energie liefert.
Heizen: Ich bin allgemein von Fußbodenheizungen sehr angetan. Die Frage ist halt nur, wie diese dann Betrieben wird. Im Netz habe ich jetzt z.B. gelesen, dass wenn das Fahrzeug mit CNG fährt man denselben Tank auch als Gasgeber für z.B. Heizungssysteme oder zum Kochen verwenden kann. Das wäre schon eine gute Möglichkeit.
Internet: Wie lässt sich das Problem "Internet" lösen? Eine Unbegrenzte Flatrate wäre von Vorteil. Der einzige Anbieter, die Telekom, nimmt dafür allerdings mit 200,-€/Mon horrende Preise. Ein Gedanke wäre nun Satelliteninternet. Da wäre man zumindest in Europa gut abgedeckt allerdings sind die Preise für gute Antennen auch nicht ohne :/ Dafür sind die Monatlichen Preise mit bereits ab 80,-€ noch tragbar. Vielleicht hat da ja hier jemand noch eine Idee?


So, das war erst mal das, was mir momentan so im Kopf herumschwirrt. Vielleicht bekomme ich hier ja noch anregungen, was möglich wäre und was nicht :)

Viele Grüße,
Markus

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Sonntag, 14. Januar 2018, 13:21

Hallo und Willkommen. Ich sehe, Du hast Dir schon Gedanken gemacht, sehr gut
Es soll auf jeden Fall ein Überlandbus werden. Nicht nur, weil diese gerade für längere Autobahnfahrten besser taugen, auch, weil man dort wunderbar in den Gepäckfächern Wassertanks, Elektronik ect. verstecken und verstauen kann.
Warum kein Reisebus? Da hast Du nochmal deutlich mehr Platz in den Kofferräumen. Nachteil: Oben meist nur 1,90 Stehhöhe und Du musst mit einer Kegelbahn leben.

allerdings erscheinen mir die Preise dort doch extrem niedrig teilweise
Bei Bussen gilt: es gibt Fahrzeuge, die sind geschenkt noch zu teuer, das fahrfertig machen sehr aufwändig und Kostenintensiv wird.

Auch würde ich gerne mit alternativen Energien fahren, sprich CNG oder Rapsöl. Muss man dann schauen, inwieweit sich eine Umrüstung lohnen würde.
Du gibst Dir die Antwort selbst: es lohnt nicht, wenn du nur die mit einem Wohnbus üblichen km fährst. Ausserdem leidet der Motor zumindest bei Rapsöl auch an den Dichtungen.

Strom soll von Solarzellen auf dem Dach kommen, sowie sollen im Gepäckbereich die Batterien untergebracht werden. 1 Woche autarkes Leben wenn mal nicht die Sonne scheint, sollte schon möglich sein.
der Schlüssel zum Erfolg ist hier, von vorne herein mit sehr energiesparenden Verbrauchern zu bauen. Gas ist dabei ein Muss. Solange die Sonne scheint ist alles gut, aber im Winter wirds echt eng.

einen der übers Dach ablaufendes Regenwasser aufnimmt (vorher wird es grob gefiltert)
haben wir genauso vor, Erfahrungen gibt es aber noch keine.

Toilette: Ich Schwanke zwischen einer Komposttoilette und einer Toilette die das was da so reinfällt häckselt und in einen separaten Tank führt
Mal bitte hier lesen: Man macht viel durch ... Welche Toilette im Wohnbus?
Wir haben uns das Separett gekauft. Grund war, dass wir uns einen großen Schwarzwassertank sparen konnten und die Entsorgungsintervalle sehr lang sind. Das ist wichtig weil wir auch mal länger irgendwo stehen werden.

auf der anderen Seite überlege ich evtl noch einen kleinen Windgenerator aufs Dach zu setzen
Das Thema Geräusche durch Vibration ist wohl ein großes. Ansonsten ist die Energieausbeute wohl nicht so hoch wie erhofft, wir haben aber noch keine eigenen Erfahrungen.

Heizen: Ich bin allgemein von Fußbodenheizungen sehr angetan.
Schau Dir mal das Konzept von Alde an. In unserer Fotogalerie siehst du (ziemlich am Ende), wie die Leitungen verlegt werden. Wichtig: Man heizt nicht mit der Fussbodenheizung, man verhindert nur die Fusskälte, das ist den Aufwand aber absolut wert!
Viele Grüße,
Martin
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Montag, 15. Januar 2018, 08:00

Moin Moin,

das sieht ja schon recht konkret aus! Schön, meine Meinung und geringe Erfahrung dazu.

Strom wird kritisch, wenn ich Deine Auflistung lese, wie auch Martin schon anmerkt.

Fernseher, Soundsystem, PC zum Arbeiten, möglicherweise Zerhackertoilette, Wasserpumpen für Frischwasser, Toilette, Heizung, Beleuchtung... da kommt beim wohnen ganz gut was zusammen.
Daher für Kochen und Kühlen, ist meiner Meinung nach, (auch wenn ich früher ohne Gas bauen wollte) Gas wirklich schon fast Pflicht. Außer, du knallst dir den Keller wirklich mit Batterien voll, am Besten dann noch LiFeyPo.

Du schreibst nicht, welche Größe an Fz und welche Tonnage dir vorschwebt, das könnte bei deinem Ausbau dann deutlich eine Spaßbremse werden. Wie auch Martin würde ich dann zu Trockentrenn- oder Komposttoilette raten. Weniger Wasserbedarf und Abwasser, weniger Strom- und Platzbedarf.

Wie willst du Reisen/wohnen, das hat natürlich auch Einfluss auf Größe und Tonnage, das würde weitere Hinweise oder Ratschläge erleichtern.

Viel Erfolg bei der Suche

Thomas

4

Montag, 15. Januar 2018, 12:49

Moin und Danke erst mal für die Antworten :)

Reisebusse sind mir dann doch zu groß. Und die Stehöhe ist da dann auch tatsächlich das Problem. Ich hätte gern möglichst viel Platz auch nach oben.

Ja, ich werde mich wohl auch mal in Frankreich/Spanien/Italien nach Bussen umsehen. Da ist das Problem der Korrosion ja nicht ganz so extrem wie hierzulande.

Wie viel ich damit im Endeffekt fahren werde ist nicht ganz so klar. Fakt ist aber, dass ich mit dem Gefährt durchaus auch längere reisen machen wollen würde. Gerade der Iran ist da eines der Ziele und auch eine Skandinavienrundreise steht irgendwann an. Wenn ich in D bin, wird der Bus wohl überwiegend längere Zeit (ca. 1 Monat am Stück) an einem Platz stehen.

Ja deshalb hatte ich schon den Gedanken alles was irgendwie geht auf Gas zu machen. Sprich Kochen, Kühlschrank, Heizen, Klima...

Der Windgenerator ist auch noch in Überlegung. Evtl wird es dann einer, den man etwas abseits vom Fzg stellen kann.


Über größe und Tonnage habe ich mir Ehrlich gesagt noch nicht so die Gedanken gemacht. Muss mich auch mit dem Thema mal noch beschäftigen, was z.B. auch die steuerlichen vor/nachteile sind bei Schwereren Gefährten ect.

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5

Montag, 15. Januar 2018, 16:23

Eine Regenwassernutzungsanlage gibt es schon hier

und auch die Erfahrng dazu.

Das ganze ist im Megaliner vom Axel verbaut,

der wie er mir sagt, auch wieder zum Schieder kommt.

Das wäre also die Gelegenheit, sich das 1 zu1 mal zeigen zu lassen

bzw. drüber zu quatschen.

Ach ja ,..herzlich Willkommen hier im Forum. :)
Einfälle kommen, wenn man schläft, oder darüber nachdenkt.

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Montag, 15. Januar 2018, 18:42

Was ich bisher an Erfahrungen mit Kleinwindkraftanlagen gehört habe war nicht so berauschend. Zumindest über die Wirtschaftlichkeit brauch man sich -noch- keine Gedanken zu machen. lärm und Vibrationen lassen sich wohl mit entsprechendem finanziellem Aufwnd halbwegs in den Griff bekommen, sofern es sich um Immobile Anlagen handelt, der Propeller auf dem Mobildach ist eher :joke:

Pflanzenöl und co haben unsere Subunternehmer teuer bezahlt und das waren moderne Motoren quasi im Dauerbetrieb die angeblich dafür Ausgelegt waren :S

Bei Erdgas fragt sich wie das Tankstellennetz in deinem Zielgebiet ist?

Fred

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 19:37

Ja, ich werde mich wohl auch mal in Frankreich/Spanien/Italien nach Bussen umsehen. Da ist das Problem der Korrosion ja nicht ganz so extrem wie hierzulande.


Das machst du mal. Du wirst staunen wie schnell ein Spanier hier zusammen rottet, von der Produktqualität mal ganz abgesehen.
wir arbeiten daran
Grüße aus dem Remstal
Stefan WN-O 302

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8

Freitag, 19. Januar 2018, 08:47

Je nachdem wo die Spanier oder Südländer gefahren sind, sind die vom Meersalz fertiger als vom Streusalz hier in Deutschland.